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Schau. Mich. An.

Marina Abramovic, die berühmteste Performancekünstlerin der Welt, wird 70. Ihre Autobiografie ist jetzt erschienen: tieftraurig, hoch komisch, grundehrlich.

Marina Abramovic garniert Tiefschürfendes mit anekdotischen Schmankerln. Foto: Christopher Wahl (Contour, Getty Images)
Marina Abramovic garniert Tiefschürfendes mit anekdotischen Schmankerln. Foto: Christopher Wahl (Contour, Getty Images)

Sie widmet das Buch «meinen Freunden und meinen Feinden». So steht es in der eben erschienenen Autobiografie der grossen Marina Abramovic. Auf Seite 377 lesen wir dann, warum: Der Dalai Lama sagte einmal, es sei leicht, einem Freund zu vergeben, viel schwerer aber, einem Feind zu vergeben.

Und Abramovic wählte bekanntlich noch nie den leichten Weg. Was hat diese Frau nicht schon alles im Namen der Kunst durchgemacht! Sich ein Pentagramm ins Bauchfleisch geritzt. Sich ausgepeitscht, bis an den Rand der Bewusstlosigkeit. Stundenlang auf Eisblöcken gelegen. Tagelang verwesende Fleischreste von Rinderknochen geschubbert. Und dies sind nur ein paar Torturen, denen sie sich vor Publikum aussetzte.

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