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So buchstabiert man Kunst

Von A wie Analyse bis Z wie Zusammenprall: Die Riesenkunstsause Manifesta in ihren alphabetischen Einzelteilen.

Paulina Szczesniak, Thomas Wyss
«Was nicht irritiert/verstört, ist nichts wert»: Motto der zeitgenössischen Kunst. (Getty Images)
«Was nicht irritiert/verstört, ist nichts wert»: Motto der zeitgenössischen Kunst. (Getty Images)

A wie Anfang.

A wie Augenschmaus. A wie Ausnahmezustand. Der A-Assoziationen sind viele. Wir aber sind mutig und setzen auf A wie Analyse: Nicht nur, dass diese Manifesta – nach eigener Definition Gradmesser für das politisch-soziokulturelle Klima Europas allgemein und des Gastortes im Speziellen –, also dass diese Manifesta Zürich 100 Tage lang auf Herz, Nieren und Hirn prüfen wird. Nein, diverse reale Analytiker haben es mitsamt Fachwissen in die Riesenausstellung geschafft: via Schriftsteller-Badboy und Neo-Künstler Michel Houellebecq etwa, der seine Kettenraucherlunge von einem hiesigen Spezialisten analysieren liess. Oder via Una Szeemann (Tochter der Schweizer ­Kuratorenlegende Harald), die einem auf Hypnose spezialisierten Psychoanalytiker ihr Innerstes offenlegte. Beides geschah für die Kunst, selbstverständlich, und beides war erwartungsgemäss nicht ganz lupenrein.

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