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Superman, der Nazi-Jäger

Gegen Superman haben weder Hitler noch Stalin eine Chance. Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin widmet sich der Geschichte der jüdischen Comic-Zeichner in den USA. Wir bieten einen Einblick.

Mit einem Griff schnappt der Superman im Comic aus dem Jahr 1940 die beiden Diktatoren Hitler und Stalin – und schleppt sie vor den Gerichtshof des Völkerbunds in Genf. Seit Donnerstag ist der Original-Comicstrip von Jerry Siegel und Joe Shuster im Jüdischen Museum in Berlin zu sehen. «Helden, Freaks und Superrabbis» heisst die Ausstellung, die durch fast ein Jahrhundert Comic-Geschichte und Geschichte jüdischer Künstler führt. Nicht zufällig wandten sich viele jüdische Emigranten in New York der Gattung des Comic zu.

«Comics wurden in Zeitungen veröffentlicht, und viele der späteren Zeichner waren Zeitungsjungen», sagt Anne Hélène Hoog, Kuratorin der historischen Sammlung im Pariser Museum für Kunst und Geschichte des Judentums, für das sie die Ausstellung zunächst entwarf. «Comic ist nicht eine jüdische Spezialität, aber dennoch waren sehr viele jüdische Künstler darin aktiv», sagt sie am Donnerstag in Berlin. Ihre Recherchen führten ihr zunächst die enge Verbindung zwischen Comics und Immigration vor Augen.

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