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Tee reichen als Lebensschule

Soyu «Yumi» Mukai erfüllte sich ihren Kindheitstraum und wurde japanische Teemeisterin im Museum Rietberg. Die 57-Jährige sagt, sie habe es für ihre Seele getan.

Jeder Schritt muss sitzen: Soyu Mukai im Museum Rietberg. Foto: Doris Fanconi
Jeder Schritt muss sitzen: Soyu Mukai im Museum Rietberg. Foto: Doris Fanconi

Bereit für seinen Morgentee setzt sich ein Mönch ganz still hin – und nimmt die Chrysanthemen wahr. Matsuo Basho (1644–1694)

«Was für ein schönes Haiku!», ruft Soyu «Yumi» Mukai, als ich es ihr bei unserem Zusammentreffen im Zürcher Museum Rietberg vorlese. Basho sei 42 gewesen, als er es schrieb, sagt sie. Es sei also nicht nur eine konzentrierte Wiedergabe eines Moments; es sei ein Innehalten in der Alltagshektik und die Frage nach dem Wohin: Chrysanthemen stünden für Langlebigkeit, aber wie jede Blume auch für Vergänglichkeit.

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