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Und sie bewegt sich doch

Die Bührle-Stiftung will sich ihrer Vergangenheit stellen.

Mit dem Spatenstich für den Erweiterungsbau des Zürcher Kunsthauses ist auch die Debatte um mögliches Fluchtgut in der Sammlung Bührle neu entfacht. Verschiedene Autoren, unter ihnen mit Guido Magnaguagno der ehemalige Vizedirektor ebendieses Kunsthauses, erheben in einem neu erschienenen «Schwarzbuch Bührle» harte Vorwürfe gegen die Stiftung und die Stifterfamilie.

Es geht um Bilder, die jüdische Besitzer in ihrer Notlage auf der Flucht vor den Nationalsozialisten unter ihrem Wert verkaufen mussten. Sie werden in der internationalen Debatte mit Raubkunst gleichgestellt: Wer solche Bilder zeigt, kann sich nicht auf den guten Glauben des Erwerbers berufen, sondern muss nachweisen können, dass die unfreiwilligen Verkäufer beziehungsweise deren Nachkommen später für diesen Vermögensnachteil gebührend entschädigt wurden, oder aber das Bild zurückgeben.

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