Zum Hauptinhalt springen

Von Rembrandt zum Selfie-Stick

Rembrandt malte unsere Seelen? Hohles Geschwätz. Seine Selbstbildnisse waren Vorläufer unserer Selfie-Kultur.

Rembrandt spielte sich etwas vor – wie die Selfie-Fotografen von heute: Selbstbildnis als junger Mann, 1629. Foto: Taschen-Verlag.
Rembrandt spielte sich etwas vor – wie die Selfie-Fotografen von heute: Selbstbildnis als junger Mann, 1629. Foto: Taschen-Verlag.

Wir kommen Rembrandts Selbstporträts am nächsten, wenn wir sie als Selfies avant la lettre betrachten und nicht als Abbilder seiner Seele, wie das lange Zeit vorherrschende Meinung war. Jedenfalls kann man Sätze, wie «Rembrandt ist der Maler der Geheimnisse der Seelen» oder «Sein Licht ist wie die Offenbarung der Seele» getrost als hohles Geschwätz abtun, wie das der Pariser Kunsthistoriker Pascal Bonfoux in seinem Buch über die Selbstbildnisse von Rembrandt tut.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.