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Wenn das Starre flüssig und das Monumentale poetisch wird

Der amerikanische Konzept- und Landart-Künstler Walter De Maria ist in New York im Alter von 77 Jahren gestorben. Berühmt wurde er vor allem mit seinem «Ligthning Field» in der Wüste von New Mexico.

War 1992 auch im Zürcher Kunsthaus: De Marias Installation «The 2000 Sculpture» im Los Angeles County Museum of Art, 2012/13.
War 1992 auch im Zürcher Kunsthaus: De Marias Installation «The 2000 Sculpture» im Los Angeles County Museum of Art, 2012/13.
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400 polierte, 7 Meter hohe Stahlstäbe ragen in der menschenleeren Landschaft von New Mexico in den Himmel. Die Anordnung folgt der genauen Geometrie eines Viereckrasters, der Abständ zwischen den Stäben beträgt 67 Meter, das Feld misst einen Kilometer auf eine Meile. Das ist das «Ligthning Field», das Feld der Blitze. Denn wenn sich dort ein Gewitter entlädt, beginnt ein gewaltiges Naturschauspiel – und wenn die Sonne scheint, blitzt der Stahl je nach Tageszeit oder Witterung anders auf. Im 18. oder 19. Jahrhundert hätte man da wohl vom Erhabenen gesprochen, vom Einbruch einer anderen, die Vorstellung überschreitenden Wirklichkeit.

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