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Wenn der Saal plötzlich glühte

Meisterdirigent Claudio Abbado ist tot. Nach seinem Rücktritt bei den Berliner Philharmonikern fragte man sich, was nun noch kommen sollte. Es kamen seine besten Zeiten. Ein Nachruf.

War ein häufiger Gast in Luzern: Abbado 1991 an den damaligen Internationalen Musikfestwochen Luzern im Kunsthaus. (31. August 1991)
War ein häufiger Gast in Luzern: Abbado 1991 an den damaligen Internationalen Musikfestwochen Luzern im Kunsthaus. (31. August 1991)
Keystone
Auch an der Eröffnung des Konzertsaals im neuen KKL war Abbado dabei: Hier bei einer Probe. (17. August 1998)
Auch an der Eröffnung des Konzertsaals im neuen KKL war Abbado dabei: Hier bei einer Probe. (17. August 1998)
Sigi Tischler, Keystone
Abbado war langjähriger Dirigent der Berliner Philharmoniker: 2002 ging er mit ihnen auf Abschiedstournee, hier im Theater Massimo in Palermo.  (1. Mai 2002)
Abbado war langjähriger Dirigent der Berliner Philharmoniker: 2002 ging er mit ihnen auf Abschiedstournee, hier im Theater Massimo in Palermo. (1. Mai 2002)
Michele Naccari/Ansa
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Schon einmal schien der Abschied von Claudio Abbado nahe. Das war im Jahr 2000, er erkrankte an Magenkrebs, und auch sonst standen die Zeichen auf Endzeit. Bereits 1998 hatte er überraschend seinen Rücktritt als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker angekündigt – was sollte danach noch kommen?

Es kamen die besten Zeiten, für Abbado selbst, für seine Musiker, für das Publikum. Denn Abbado tat nur noch, was ihm wirklich am Herzen lag: 2003 gründete er das Lucerne Festival Orchestra, in dem sich all jene trafen, die im Lauf der Jahre von musikalischen Weggefährten zu Freunden geworden waren: Sabine Meyer von den Berliner Philharmonikern, das Hagen-Quartett, die Cellistin Natalia Gutman, viele ehemalige Mitglieder des Mahler Chamber Orchestras. Und weil ein jährliches Treffen zu wenig war, gründete Abbado 2004 auch noch das Orchestra Mozart in Bologna.

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