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Wenn sich Künstler unverfroren bei anderen Künstlern bedienen

Hannes Schmid hatte die «Marlboro Men» in der Wüste fotografiert – jetzt malt er sie in Öl nach. Damit eignet er sich seine eigene Kunst an.

US-Künstler Richard Prince erkannte die ikonenhafte Kraft der Marlboro-Bilder, fotografierte sie ab und verkaufte sie als seine eigene Kunst. Hier ein Einblick in die Prince-Ausstellung von 2001 im Basler Museum für Gegenwartskunst. Links ist eines der Cowboy-Bilder erkennbar.
US-Künstler Richard Prince erkannte die ikonenhafte Kraft der Marlboro-Bilder, fotografierte sie ab und verkaufte sie als seine eigene Kunst. Hier ein Einblick in die Prince-Ausstellung von 2001 im Basler Museum für Gegenwartskunst. Links ist eines der Cowboy-Bilder erkennbar.
Keystone
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Mitte der 50er-Jahre war es die Zigarettenmarke Marlboro leid, mit dem Ruf einer Damenzigarette behaftet zu sein. Rettung kam in Form des uramerikanischen Cowboy-Topos, den die beauftragte Werbeagentur Burnett für die neu positionierte Männermarke aufleben liess. Mit spektakulärem Erfolg: Der romantische Macho «Marlboro Man» ist heute weltweit als Stereotyp in den Köpfen der Konsumenten präsent. Zur Garde der Top-Fotografen, die Bilder von höchster künstlerischer Qualität schaffen sollten, gehörte von 1993 bis 2002 auch der Schweizer Hannes Schmid. Die Aufnahmen des heute 65-jährigen Fotokünstlers sind in Magazinen wie «Stern», «Elle» und «Vogue» erschienen.

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