Zum Hauptinhalt springen

«Wir lesen hier einen doppeldeutigen Code»

Die Frisur der neuen Miss Schweiz Dominique Rinderknecht gibt zu reden. Für Kulturwissenschaftler Ralf Junkerjürgen ist der Look ein cleveres Spiel mit einer feministischen Tradition.

Kurzes vs. langes Haar: Die neue Miss Schweiz Dominique Rinderknecht neben der zweitplatzierten Sara Wick. (8. Juni 2013)
Kurzes vs. langes Haar: Die neue Miss Schweiz Dominique Rinderknecht neben der zweitplatzierten Sara Wick. (8. Juni 2013)
Keystone
Eine prominente Kurzhaar-Trägerin: Sängerin Miley Cyrus an den Billboard Music Awards in Las Vegas. (19. Mai 2013)
Eine prominente Kurzhaar-Trägerin: Sängerin Miley Cyrus an den Billboard Music Awards in Las Vegas. (19. Mai 2013)
Keystone
Auch sie ist eine bekannte Kurzhaarträgerin: Grace Jones in «A View to a Kill», dem James-Bond-Streifen von 1985.
Auch sie ist eine bekannte Kurzhaarträgerin: Grace Jones in «A View to a Kill», dem James-Bond-Streifen von 1985.
Keystone
1 / 5

Herr Junkerjürgen, nach der Wahl rief die Mutter der neuen Miss Schweiz in die Kameras, dass die Kür einer Kurzhaarträgerin beweise, dass die Schweiz «nicht verkrustet und nicht konservativ» sei. Woher kommt diese Einschätzung? Das kommt nicht überraschend. Rinderknechts Frisur ist tatsächlich Ausdruck einer progressiven Haltung, denn Kurzhaarfrisur und weibliche Selbstbestimmung gehören eng zusammen. Seit Aufkommen des Feminismus zu Ende des 19. Jahrhunderts symbolisiert die weibliche Kurzhaarfrisur die Opposition gegen ein traditionelles Rollenverständnis.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.