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Kurz, beschwerlich und unfassbar

Wie sich die Adoleszenz heute anfühlt, dokumentiert der Fotograf Steeve Iuncker im Lausanner Fotomuseum Elysée.

Brigitta Niederhauser Lausanne
Von Verlorenheit durchtränkte Verwegenheit: Betrunkene Jugendliche am Strand. Foto: Steeve Iuncker
Von Verlorenheit durchtränkte Verwegenheit: Betrunkene Jugendliche am Strand. Foto: Steeve Iuncker

Strahlende Debütantinnen sucht man vergeblich. Auch Konfirmanden fehlen, genauso wie Aufnahmen von Jungbürgerfeiern. Sie sind abhandengekommen oder hohl geworden, die Rituale, welche einst den Eintritt in die Welt der Erwachsenen markierten. Gern wird sie verklärt, die kurze Zeit der Adoleszenz, noch häufiger wird über ihre Bedeutung gestritten. «Adoleszenz ist die Avantgarde des Individuums», schreibt der Zürcher Ethnopsychoanalytiker und Adoleszenzspezialist Mario Erdheim. Das kreative Potenzial, das sich häufig in dieser Lebensphase voller Widersprüche entwickelt, wird allerdings von der heutigen, auf die Jugend fixierten Gesellschaft meist absorbiert, bevor es richtig gezündet werden kann.

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