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Mit Klebeband gegen die «Verbotsschilderfetischistenlobby»

Ein weiblicher Banksy? Die deutsche Street-Art-Künstlerin Barbara verfremdet Werbeplakate und Strassenlaternen.

Einfallsreich, eloquent und witzig: Barbara ist innerhalb von zwei Jahren zu Deutschlands populärster Street-Art-Künstlerin geworden. Die deutschen Medien feiern sie, und auf Instagram und Facebook folgen ihr mehrere Hunderttausend Fans. Sie begeistert mit kurzen, sprachlich witzigen Sprüchen auf schwarzen Zetteln, die sie an Gartenzäune, Hinweistafeln, Strassenlaternen oder Werbeplakate klebt.

Wer steckt dahinter? Beobachtet hat sie noch niemand. Barbara hält ihre Identität geheim. Sie will ihre Arbeit, nicht ihre Person beachtet sehen. Ob sie überhaupt weiblich ist, ob es überhaupt eine einzelne Person ist– keiner weiss es. Anders als Graffitikünstlern kann man ihr keine «Sachbeschädigung im öffentlichen Raum» vorwerfen. Ihre Sprüche befestigt sie mit doppelseitigem Klebeband, das sich mühelos entfernen lässt – und schon wetterbedingt selten mehr als ein paar Tage überdauert. Bis an der nächsten Ecke ein neuer Zettel auftaucht.

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