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Syriens Staatsfeind Nummer eins

Unter dem Decknamen Caesar hat ein syrischer Militärfotograf 45'000 Bilder von Folteropfern des Regimes aus Syrien geschmuggelt. Nun hat er seine Geschichte erzählt.

Martina Meister
Schockierender Anblick: Eine Frau schaut sich die Bilder des syrischen Militärfotografen mit Codenamen «Caesar» bei einer Ausstellung am New Yorker UNO-Sitz an. (März 2016)
Schockierender Anblick: Eine Frau schaut sich die Bilder des syrischen Militärfotografen mit Codenamen «Caesar» bei einer Ausstellung am New Yorker UNO-Sitz an. (März 2016)
Lucas Jackson, Reuters
Nur einer der vielen Tatorte: Sicherheitskräfte und Journalisten stehen vor dem Eingang eines Gefängnisses in Damaskus.
Nur einer der vielen Tatorte: Sicherheitskräfte und Journalisten stehen vor dem Eingang eines Gefängnisses in Damaskus.
Omar Sanadiki, Reuters
Vor einem US-Ausschuss: Caesar (mit blauer Kapuzenjacke) berichtet über Folter und Tötung von rund 10'000 syrischen Regierungsgegnern. (31. Juli 2014)
Vor einem US-Ausschuss: Caesar (mit blauer Kapuzenjacke) berichtet über Folter und Tötung von rund 10'000 syrischen Regierungsgegnern. (31. Juli 2014)
Brendan Smialowski, AFP
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Nennen wir ihn also Caesar. Sein wahrer Name lautet natürlich anders. Aber als Syriens Staatsfeind Nummer eins fürchtet Caesar noch immer um sein Leben, selbst im Exil, irgendwo in Nordeuropa. Als Militärfotograf hat Caesar bis 2011 Unfälle fotografiert, in die Soldaten ­verwickelt waren; auch Tatorte von ­Ver­brechen, Selbstmorde, Menschen, die ertrunken waren, abgebrannte Häuser lichtete er ab. Das endete jäh, als der Arabische Frühling begann.

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