Barbra Streisands unfreiwilliger Disco-Hit

Das DJ-Duo Duck Sauce stürmt mit «Barbra Streisand» die internationalen Hitparaden. Mit der US-Sängerin hat der Hit alles und doch nichts zu tun.

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Man nehme ein «U-hu-hu-hu-hu-hu-hu-hu-hu» von Boney M aus längst verstaubten Disco-Zeiten. Dieses unterbreche man von Zeit zu Zeit mit einigen Stimmen, die den Namen der legendären Sängerin Barbra Streisand ins Mikrofon raunen. Das ganze verfeinere man mit dem lustigen Bandnamen Duck Sauce. Und fertig ist der Hitparadenstürmer für den Herbst.

Das Hitparaden-Rezept

Und noch mal zum Mitschreiben: Der Song «Barbra Streisand» heisst zwar so, hat mit der Musik der US-Sängerin aber herzlich wenig zu tun. Ausser vielleicht, dass er die internationalen Hitparaden stürmt, wie die Lieder der Sängerin zu ihren besten Zeiten. Die Tanznummer schaffte es in Grossbritannien auf Platz drei, in der Schweiz steht der Song aktuell auf Platz vier, in Deutschland auf Platz drei.

Eine Hymne an die legendäre Sängerin, Schauspielerin und Schwulen-Ikone ist der Song wahrlich nicht. Im Videoclip zum Lied parodiert eine Schauspielerin die Diva – als aufgetakelte Blondine, die beim Singen ihre manikürten Hände auf die geschwellte Brust legt. Zum Erfolg des Clips tragen weiter Gastauftritte der Popstars Kanye West und Pharell Williams bei.

Zum zweiten Mal aufgewärmt

Es sei Zufall, dass die 68-Jährige zum Titel des Lieds wurde, sagt der kanadische DJ A-Trak. Als Name wäre auch «Engelbert Humperdinck» infrage gekommen, man habe einfach die Leute zum Lachen bringen wollen. Zusammen mit seinem amerikanischen Kollegen Armand Van Helden bildet er seit 2009 das Duo Duck Sauce, dessen Name wiederum auf die Ente im China-Restaurant hinweist.

Musikalisch stammt das Rezept aus längst vergangenen Disco-Zeiten. Mit derselben Melodie brachten 1978 schon Boney M die Massen zum Tanzen. Doch auch ihr «Gotta go Home» ist geklaut. Die ursprüngliche Version des Hits trägt den skurrilen Titel «Hallo Bimmelbahn» und ist ein Schlager der deutschen Gruppe Nighttrain aus dem Jahr 1973. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.11.2010, 09:20 Uhr

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