Bieler DJ holt Bronze an WM

Am Sonntag wurde in Tokio der DJ-Weltmeister gekürt. Unter den Finalisten war auch der Bieler DJ Wiz, der den dritten Platz holte.

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DJ Wiz aus Biel holte sich am Sonntag den 3. Platz an der DJ-Weltmeisterschaft in Tokio. Die Krone gewann DJ Bytes aus Chile. An der 6. Ausgabe des Wettbewerbs «Red Bull Thre3style» waren 18 DJs mit von der Partie. Seit 15 Jahren legt David Ohayon, wie er mit bürgerlichem Namen heisst, auf und gewann den Schweizer Meistertitel im Mai in Basel.

Am Wettbewerb mussten die Kandidaten bei ihren 15-minütigen Sets drei Musikstile einbauen. Ihr Auftritt wurden nach diversen Kriterien von einer 5-köpfigen Jury bewertet: Am wichtigsten sind Kreativität und Technik des Mixens (je 30 Prozent). Wie originell die Auswahl der Lieder ist, macht 20 Prozent der Note aus. Bühnenpräsenz und Publikumsresonanz machen jeweils 10 Prozent aus.

Die Finalisten wurden in Ausscheidungsrunden, die von Dienstag bis Samstag in verschiedenen Clubs stattfanden, auserkoren. Das Publikum war international, aber auch viele Einheimische fanden ihren Weg dorthin. Ins Finale schafften es der Chilene DJ Byte, Charly Hustle aus Kanada, der Deutsche Dan Gerous, DJ Ride aus Portugal und der Amerikaner J. Espinosa.

Seoul, Tokio, Berlin

Und auch DJ Wiz, der am Donnerstag im Club Harlem seinen grossen Auftritt hatte. Er mass sich am Philippiner Carlo Atendido, VaZee aus Polen und dem Lokalhelden B=Ball. Während Wiz’ Auftritt war auch Alexis Talneau im Publikum, gekürter DJ-Weltmeister 2010. «Er wird ins Finale kommen», war der 30-Jährige überzeugt. Und er sollte Recht behalten.

Inwiefern die DJ-Krone das Leben des Gewinners verändert, erklärt Talneau: «Gar nicht, ich habe an meinen Musikprojekten weitergearbeitet. Aber es ist für dich als Person toll», erklärt der Franzose. Er lebt heute von seiner Musik, trat letzte Woche in Seoul auf und nächste geht es nach Berlin. Seine Nachfolger seien auf Tournee gegangen, weiss Talneau. Beispielsweise Eskei83, der letztes Jahr gewann, hat 120 Auftritte im Jahr.

Wenig Schlaf

Wiz bereitete sich täglich auf die Auftritte vor. «Ich konnte die Finger nicht von den Plattentellern lassen, weil man von anderen inspiriert wird», erklärt er. Die DJs hatten in den Red Bull Studios eine Basis, wo sie üben, an Workshops teilnehmen und Kontakte knüpfen konnten. «Der Umgang war kameradschaftlich», erklärt Wiz. Viel von Tokio hat er nicht gesehen und auch seine Nächte seien kurz gewesen, erzählt Wiz.

Der Final am Sonntag fand im Club AgeHa vor rund 2000 Personen statt. Bereits im Vorfeld wurde DJ Bytes als Favorit gehandelt. So kam es nicht von ungefähr, dass der Chilene die Krone holte. «Er wusste, wie Jury und Publikum packen», sagt DJ Wiz zum Sieger. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.09.2015, 20:59 Uhr

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