Das nasseste Openair Frauenfeld aller Zeiten

Trotz Regen und Schlamm feierten in Frauenfeld 46'000 Musikfans eine grosse Hip-Hop-Party. Auf die Veranstalter kommen wegen des Wetters allerdings Mehrkosten zu.

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So viel Regen und Schlamm hat es am Openair Frauenfeld noch nie gegeben. Trotzdem genossen bis zu 46'000 friedliche Fans die dreitägige Hip-Hop-Party, die in der Nacht auf Sonntag zu Ende geht. Das 20. Openair war laut den Veranstaltern ein Erfolg.

«Das miese Wetter hat der Stimmung nicht geschadet», sagte Joachim Bodmer, Mediensprecher der First Event AG, am Samstagnachmittag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Obwohl es in der Nacht auf Samstag beim Konzert von Macklemore sintflutartig regnete, liess sich kein Fan das Konzert des US-Rappers entgehen.

«An Grenzen gestossen»

Zwar hätten die Helfer die Wege mit zusätzlichen Holzschnitzeln geschützt. «Doch auf einem Gelände, das so gross ist wie 55 Fussballfelder, sind wir rasch an Grenzen gestossen», sagte Bodmer. Die starken Niederschläge verursachten dem Veranstalter hohe Mehrkosten: «Für die Beseitigung der Schäden rechnen wir mit einem zusätzlichen Aufwand von 4000 bis 5000 Arbeitsstunden.»

Trotzdem sei das Festival finanziell erfolgreich. Zwar sei das Ziel, täglich 50'000 Eintritte zu verkaufen, nicht ganz erreicht worden. Trotz des schlechten Wetters seien pro Tag aber zwischen 40'000 und 46'000 Leute auf dem Platz gewesen, sagte der Sprecher.

Drei statt zwei Partynächte

T.I., Iggy Azalea, Earl Sweatshirt und Danny Brown hatten ihren Auftritt wegen Terminkollisionen oder Krankheit abgesagt. «Ausser für ein Konzert haben wir für alle einen guten Ersatz gefunden», sagte Bodmer. Erstmals wurde das Hip-Hop-Festival einen Tag vorverlegt. Am Sonntagmorgen um 6 Uhr werden die Lautsprecher abgeschaltet.

Das Festival sei nicht nur wegen des WM-Finals bereits am Donnerstag losgegangen. Bisher seien viele Besucher trotz guter Konzerte jeweils bereits am Sonntagnachmittag abgereist. Dass die Veranstalter durch die Vorverlegung eine zusätzliche Partynacht anbieten konnten, sei bei den Gästen gut angekommen und solle auch in Zukunft beibehalten werden, sagte Bodmer. (fko/sda)

Erstellt: 12.07.2014, 19:07 Uhr

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