Das sind die ultimativen Liebeslieder

Die Wissenschaft ruft «Make You Feel My Love» von Adele als perfekten Liebessong aus. Erfahren Sie hier, welche Tracks noch auf der Liste sind.

Fast 69 Millionen Klicks könnten ein Hinweis sein: «Make You Feel My Love» von Adele hat das Zeug zur Liebesschnulze.


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Pünktlich zum heutigen Valentinstag hat Spotify, der grösste Streamingdienst für Musik, eine Liste mit den besten Liebesliedern der Popgeschichte veröffentlicht. Als «perfektes Liebeslied» an der Spitze steht «Make You Feel My Love» von Bob Dylan, allerdings in der Version der britischen Soulsängerin Adele. Der Song erfülle alle Bedingungen, die einen Lovesong zum Publikumsrenner machen: gefühlvoller Text, langsames Tempo, synkopierter Rhythmus, vertraute Akkordfolge und Dur-Tonart.

Diese Formel untersucht hat Jacob Jolij, Professor für kognitive Psychologie und Neurowissenschaft an der Universität von Groningen in Holland, der Spotify bei der Erstellung der Liste beraten hat. Er sagt über «Make You Feel My Love»: «Ein Lied in Dur wird mit positiven Gefühlen verbunden, und eine geläufige Akkordfolge ist wichtig, um dem Song ohne grössere Probleme folgen zu können.» Der Text dürfe keinen Herzschmerz verbreiten, sondern müsse eine positive Liebesbotschaft überbringen, wie das in Dylans Song der Fall ist. Der synkopierte Rhythmus schliesslich verleihe dem Song einen relaxt-vertrauten Herzschlag.

Das Gewöhnliche siegt

Auf der Liste von Spotify finden sich denn auch zahlreiche Klassiker des einfach gestrickten Liebeslieds. Hier die vollständige Playlist:

1 Adele: «Make You Feel My Love»
2 Marvin Gaye: «Sexual Healing»
3 Dolly Parton/Whitney Houston: «I Will Always Love You»
4 Eric Clapton: «Wonderful Tonight»
5 Elvis Presley: «Love Me Tender»
6 Passenger: «Let Her Go»
7 The Rightous Brothers: «Unchained Melody»
8 Elvis Costello: «She»
9 Alicia Keys: «If I Ain’t Got You»
10 Céline Dion: «Think Twice»
11 Mariah Carey: «Vision of Love»
12 Leona Lewis: «Bleeding Love»
13 Harold Melvin & the Blue Notes: «If You Don’t Know Me By Now»
14 Toni Braxton: «Un-break My Heart»

Zwar weist Jacob Jolij auch auf feine Unterschiede im Liebesliedkonsum hin: So bevorzugten Frauen, kaum überraschend, weibliche Stimmen, während Männer lieber Männern zuhören. Doch nur, um zum Schluss wieder eine allgemein gültige Regel zu formulieren: «Man denkt, dass die Leute originelle und individuelle Lieder bevorzugen. Aber die Neurochirurgie sagt klar, dass das Hirn vertrautes Zeug bevorzugt.»

Erstellt: 14.02.2014, 13:42 Uhr

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