Rammstein-Konzert innert Minuten ausverkauft

Fans der deutschen Brachialrocker Rammstein stürmten heute früh die Homepage des Ticketcorner. Wenige Stunden danach werden auf dem Graumarkt bereits Tickets gehandelt – zum vierfachen Preis.

Bekämpft den Schwarzmarkt in Deutschland, nicht aber in der Schweiz: Rammstein-Sänger Till Lindemann, 2006 im Zürcher Hallenstadion.

Bekämpft den Schwarzmarkt in Deutschland, nicht aber in der Schweiz: Rammstein-Sänger Till Lindemann, 2006 im Zürcher Hallenstadion. Bild: TA

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Um 8.10 Uhr heute Morgen waren bereits sämtliche 12'000 Tickets fürs Konzert von Rammstein im Dezember ausverkauft – und das nur zehn Minuten nach Vorverkaufsstart. Etliche Fans der Rockband haben das Nachsehen. Wie viele es nicht geschafft haben, eine Eintrittskarte zu ergattern, ist jedoch unklar.

Laut Stefan Epli, Sprecher des Ticketcorners, kam es zu keinen Verzögerungen oder technischen Problemen auf der Homepage des Billetverkäufers. «Wir können Hunderte Anfragen gleichzeitig bewältigen.»

Graumarkt verlangt das Vierfache

Für die Auftritte in Deutschland vertreibt Rammstein die Konzerttickets über die eigene Homepage – und sie werden nur personalisiert abgegeben, um Schwarzhändlern Einhalt zu gebieten. Das heisst, auf jedem Ticket steht Vor- und Nachname des Konzertbesuchers. Leute mit einem anderen Namen als auf der vorgewiesenen Eintrittskarte steht, werden nicht eingelassen.

Anders in der Schweiz: Auf Internetportalen wie Viagogo.ch werden bereits Tickets für das Zürcher Konzert gehandelt, welche den ursprünglichen Preis um mehr als ein Vierfaches übertreffen. Für einen Stehplatz im Innenraum werden dort bis zu 380 Franken verlangt. Der ursprüngliche Ticketpreis für diese Plätze beträgt 85 Franken. Fans der Teutonenrocker, die beim Vorverkauf leer ausgingen, müssen also tief in die Tasche greifen, wenn sie das Konzert dennoch erleben wollen.

Rammstein gehören zu den erfolgreichsten deutschen Bands der letzten fünfzehn Jahre. Einem weltweiten Publikum bekannt wurden sie, als sie 1997 den Soundtrack zu David Lynchs Film «Lost Highway» einspielten. Ihre Bühnenshows und Musikvideos sorgten immer wieder für Furore, da sie sich einer Nazi-Ästhetik bedienten. Im Video zur Single «Stripped» wurde gar Filmmaterial der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin von Leni Riefenstahl gezeigt.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.06.2011, 15:24 Uhr

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