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Alles «easy»

Muttersöhnchen mit Erfolg – was hat Cro, das andere nicht haben? Auf Spurensuche beim Konzert im Hallenstadion.

Yann Cherix

Jüngst hat er seiner Mama einen französischen Oldtimer gekauft. Und sonst? «Öhm», erklärte er in einem Interview, «wirklich grosse Neuanschaffungen habe ich nicht getätigt.» Es heisst auch, dass er noch immer sein ursprüngliches Zimmer im Elternhaus bewohnt. Ein höfliches, bescheidenes Muttersöhnchen, dieser Cro. Er ist aber auch der junge Mann, der bis anhin sagenhafte 1,5 Millionen Tonträger verkauft hat und im deutschsprachigen Raum Stadien füllt. «Was ist da bloss los?», fragte sich also der bald auf die 40 zugehende Schreibende und zog hinaus nach Oerlikon, um diesem rappenden Jugend-Phänomen auf den Grund zu gehen.

Nach einer Stunde in der gut gefüllten Halle ist klar: Es ist nicht seine Bühnepräsenz, die ihn zum Star gemacht hat. Sein Markenzeichen, die Plastik-Pandamaske verschluckt jede Mimik und lässt die obligaten Superstar-Gesten auf der grossen von zahlreichen Screens flankierten Bühne albern aussehen. Auch sein überschaubares musikalisches Können macht den 24-jährigen Stuttgarter nicht zum Star. Singen kann er nicht und das unbeholfene Intermezzo an einem schwarzen Pianoflügel ist eher etwas für den Jugendtreff.

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