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Auf dem Sprung

Jürg Schmidhauser war ­Bassist von Züri West. Bis er 2009 mit seinem Gleitschirm abstürzte. Nun hat er eine neue Band. Und ein neues Leben.

Neues Leben, neuer Mensch: Jürg Schmidhauser (r.) mit Gus McGregor, Oli Hartung und Sam Baur (v.l.)
Neues Leben, neuer Mensch: Jürg Schmidhauser (r.) mit Gus McGregor, Oli Hartung und Sam Baur (v.l.)

Der Flug, der das Leben des Jürg Schmidhauser beinahe auslöschte, dauerte bloss 19 Minuten. Er führte vom Gleitschirm-Startplatz Tschenten hinunter nach Adelboden.

Der 9. Januar des Jahres 2009 war ein sonniger Tag. In Adelboden trainierte gerade die Ski-Elite für den Riesenslalom am Chuenisbergli, und Jürg Schmidhauser flog mit seinem Gleitschirm zum dritten Mal an diesem Tag von der Alp hinunter. Mehr ist ihm nicht präsent. Die Erinnerungen sind ausgelöscht. Zuweilen blitzen kurze Sequenzen auf. Ein Helikopter, der ihm nahe kam. Aber ein Gesamtbild ergibt sich nicht. Ein Zeuge sah, wie Jürg Schmidhauser in einem Spiralflug auf den Boden zuraste, und dass er sich schon in der Luft nicht mehr rührte. «Die Rotation saugt einem das Blut aus dem Hirn», erzählt Schmidhauser, «da wirken enorme Kräfte auf den Körper. Gut möglich, dass ich einfach das Bewusstsein verloren habe.»

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