Australischer Triumph beim ESC-Halbfinal

Kate-Miller-Heidke zieht mit einer spektakulären Bühnenshow ins ESC-Finale von Tel Aviv ein. Neun weitere Songs haben es ebenfalls geschafft.

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Australien hat sich mit einer spektakulären Bühnenshow für das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) am kommenden Samstag qualifiziert. Die Sängerin Kate Miller-Heidke überzeugte am Dienstagabend im ersten Halbfinale des ESC in Tel Aviv nicht nur das Publikum, sondern schaffte auch bei den Buchmachern zumindest vorläufig den Sprung in den engeren Favoritenkreis. Auch neun weitere Länder qualifizierten sich für den finalen Durchgang.

Am ESC-Finale nehmen 26 Länder teil. Gastgeber Israel ist ebenso wie die fünf grössten Geldgeber des Wettbewerbs gesetzt, die weiteren 20 Plätze werden je zur Hälfte von den Zuschauern und Jurys in den beiden Halbfinalshows vergeben.

Typische Mischung

Am Dienstagabend traten im ersten Halbfinale 17 Länder an und boten mit teils überdrehten, teils von Lichtshows überlagerten, aber teils auch musikalisch starken Auftritten eine typische Mischung für den ESC. Die australische Sängerin Miller-Heidke schwebte auf einer mehrere Meter langen Stange über der Bühne und sorgte so neben ihrem opernhaften Gesang vor allem optisch für Eindruck.

Der australische Beitrag von Kate Miller-Heidke. (Video: Youtube/ESC)

Das seit 2015 als assoziiertes Mitglied der Europäischen Rundfunkunion EBU zum ESC zugelassene Australien konnte sich damit zum fünften Mal in Folge qualifizieren. Ebenfalls im Finale antreten dürfen Griechenland, Weissrussland, Serbien, Zypern, Estland, Tschechien und Slowenien. Auch der Zwergstaat San Marino schaffte überraschend den Finaleinzug. Island ist ebenfalls im Finale dabei. Sein Wettbewerbsbeitrag, dessen Titel wörtlich übersetzt «Hass wird siegen» lautet, gilt als ein Top-Ten-Kandidat.

Portugal überraschend out

Zu den Ländern, die vorzeitig ausschieden, zählte überraschend Portugal. Vor zwei Jahren hatte der Portugiese Salvador Sobral den Wettbewerb noch gewinnen können, das ESC-Finale 2018 fand deshalb in Lissabon statt. Auch Finnland, Polen, Ungarn und Belgien schieden aus, ausserdem Montenegro und Georgien.

Die zumindest den Wettquoten zufolge zu den grössten Favoriten zählenden Starter Niederlande, Schweden und Russland treten erst im zweiten Halbfinale am Donnerstagabend an. Dabei tritt auch die Schweiz an. Sie wird von Luca Hänni am 64. ESC mit seiner Tanznummer «She Got Me» vertreten. Er reiste bereits am 5. Mai nach Tel Aviv.

Das ESC-Finale findet wegen des Siegs der israelischen Starterin Netta im vergangenen Jahr diesmal in Tel Aviv statt. Motto des zum 64. Mal ausgetragenen Sängerwettstreits ist «dare to dream» – wage zu träumen. Der Eurovision Song Contest ist der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb, es werden rund 200 Millionen Fernsehzuschauer erwartet. (fal/chk/afp/sda)

Erstellt: 14.05.2019, 23:44 Uhr

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