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Behörden schliessen Fabric-Club

Das Fabric gehört zu den berühmtesten Clubs der Welt. Nun wird es zwangsgeschlossen.

Londons legendärer Technoclub Fabric muss wegen Drogenproblemen seine Pforten schliessen. Der Gemeinderat entzog dem Club die Lizenz, nachdem am Dienstagabend ein letztes Treffen der örtlichen Behörden zu dem Thema stattfand. «Die Polizei hat gewonnen. Fabric wird geschlossen», schrieb das Magazin «Time Out». Die Clublizenz war auf Bitten der Polizei im August ausgesetzt worden, nachdem zwei Teenager nach mutmasslichen Drogenexzessen in dem Club gestorben waren.

Der Gemeinderat entschied nun, dass das Fabric eine «Kultur des Drogenkonsums» habe, die das Personal «nicht kontrollieren» könne. Die Polizei erklärte dazu, sie habe sich wegen Bedenken der Sicherheit zum Handeln gezwungen gesehen. Das Fabric hatte 1999 im nördlichen London eröffnet, seitdem feierten dort sechs Millionen Besucher die Nächte durch.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan, der den Club aus früheren Jahren selbst noch kennt, zeigte sich «enttäuscht», dass es dem Fabric, dem Gemeinderat und der Polizei nicht gelungen sei, eine gemeinsame Lösung zu finden. Londons Clubs seien «ein wesentlicher Teil» der städtischen Kultur. Eine Online-Petition zum Erhalt des Clubs unterzeichneten bis Mittwochnachmittag fast 151.000 Menschen - darunter bekannte DJs und Bands wie Carl Cox, Fatboy Slim und die Chemical Brothers.

Die Schliessung des Fabric hat zu einer Debatte über Drogenpolitik und die Zukunft des Londoner Nachtlebens geführt. Einige Kommentatoren sehen dieses gefährdet. Bekannte DJs wie Gilles Peterson gaben ihrem Unmut auf Twitter Ausdruck:

AFP/phz

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