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Bligg und das Ende des Schweizer Rap

Bligg ist mit seinem Biedermann-Image zum bekanntesten Aushängeschild des Schweizer Rap geworden. Da stellt sich die Frage, ob man dieses Genre nicht gleich ganz abschaffen sollte.

Marc Bliggensdorfer alias Bligg gibt sich gerne als Rapper.
Marc Bliggensdorfer alias Bligg gibt sich gerne als Rapper.
Keystone
Obschon  er inzwischen eher als Bidermann Erfolg hat.
Obschon er inzwischen eher als Bidermann Erfolg hat.
Keystone
Marco Bliggensdorfer alias Bligg beim Finale der «Grössten Schweizer Hits 2008-09» im November 2009.
Marco Bliggensdorfer alias Bligg beim Finale der «Grössten Schweizer Hits 2008-09» im November 2009.
Keystone
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Schweizer Rap – das war von Anfang an eine obskure Paarung. Und überraschend. Vielleicht, weil die amerikanische Ghetto-Realität so weit von Schweizer Verhältnissen entfernt war. 1992 rappte mit Black Tiger erstmals ein Schweizer Rapper mit Dialekt-Texten und gab damit einen starken Impuls. In den folgenden rund zwanzig Jahren erwies sich Hip-Hop als eine der frischesten Stilrichtungen im hiesigen Musikschaffen – auch wenn er es im Gegensatz zu internationalen Hip-Hop-Produktionen nicht in den Mainstream schaffte. Seit vergangenen Samstag hat er nun aber die vermeintliche Krönung erfahren: Ein Rapper verfasste die «offizielle Hymne» des eidgenössischen Schwing- und Älpler-Fests. Der Künstler: Marco Bliggensdorfer alias «Bligg». In Holzfällerhemd und mit schickem Bart hüpfte er auf der Bühne, gab mit den typischen Hip-Hop-Gesten und dem dringlichen Unterton in der Stimme etwa Folgendes zum Besten: «S gaht berguf, s gaht bergab, s isch en lange Pfad. Sie gönd dur Sturm und Gwitter, für eusi Tradition.» Ein weiter, weiter Weg, den der Schweizer Rap seit seinen Anfängen zurückgelegt hat.

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