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Blue Balls lockte 21'500 Besucher ins KKL

Der Reggae-Musiker Gentleman sorgte gestern am Blue Balls in Luzern für einen fulminanten Abschluss. Die Bilanz des Festival-Chefs ist positiv – trotz zwei Konzertabsagen und einem Unfall an einem Essensstand.

Sorgte für gute Stimmung in Luzern: Der deutsche Reggae-Musiker Gentleman. (Archivbild)
Sorgte für gute Stimmung in Luzern: Der deutsche Reggae-Musiker Gentleman. (Archivbild)
Keystone

Der Chef des Luzerner Blue Balls Festival zieht eine positive Bilanz: Rund 100'000 Besucher und ein Rechnungsabschluss mit schwarzen Zahlen. Aufgrund zweier gewichtiger Absagen sank die Auslastung der KKL-Konzerte leicht auf 70 Prozent.

Das 20. Blue Balls Festival ist am Samstag nach neun Tagen mit einem Auftritt des Reggae-Musikers Gentleman fulminant zu Ende gegangen. Zwar wurde der Auftakt am 22. Juli verregnet und auch zum Abschluss tauchten wieder dunkle Wolken auf. Dazwischen aber zeigte sich das Wetter von der besten Seite und lockte die Massen zu den rund 70 Konzerten auf den sechs Bühnen am Luzerner Seebecken.

Festival-Chef Urs Leierer ist grundsätzlich zufrieden - sowohl was den Besucheraufmarsch betrifft, wie auch in wirtschaftlicher und künstlerischer Hinsicht. Bei den KKL-Konzerten wurden 21'500 Zuschauer gezählt. Hätten der Australier Gurrumul und der Engländer Antony Hegarty nicht kurzfristig aus Krankheitsgründen absagen müssen, wäre die Bilanz besser ausgefallen.

Antony Hegarty krank

Vor allem Antony Hegartys Ausfall enttäuschte am Samstag viele Fans. Der Sänger war schon zwei Tage früher angereist, um zusammen mit dem 21st Century Orchestra für das Konzert zu proben - die aufwendigste Produktion von Blue Balls 2012.

Am Samstagmittag kam dann überraschend die Absage: Hegarty habe eine Lebensmittelvergiftung erlitten, teilte sein Management mit. Ursache war offenbar eine verdorbene Mahlzeit, die der Sänger am Freitag in einem Restaurant in Luzern zu sich genommen hatte.

Überschattet wurde das Festival am ersten Wochenende von einem Unfall. An einem Verpflegungsstand wurden durch eine Stichflamme fünf Personen verletzt, zwei von ihnen schwer.

Urs Leierer bedauert den Unfall und wünscht den Verletzten eine baldige Genesung. Er betont aber, dass den Veranstalter kein Verschulden treffe. Die Stadt Luzern habe bestätigt, dass er alle Sicherheitsvorschriften eingehalten habe.

Gary Clark Jr. - ein Highlight

Zu den bestbesuchten Konzerte gehörten die Auftritte der Söhne Mannheims, Regina Spektors, Rea Garveys, Paolo Nutinis und Keb' Mo's. Für Festival-Chef Leierer war das Konzert des jungen, schwarzen Bluesmusikers Gary Clark Jr. aus Texas ein Highlight. Clark werde bestimmt wieder nach Luzern kommen.

Positive Reaktionen lösten die täglichen Konzerte des Gitarristen Reto Burrell auf dem Dampfschiff «Stadt Luzern» aus - eine Aktion zum 20-Jahr-Jubiläum des Festivals. Grossen Zuspruch erhielt auch das künstlerische Rahmenprogramm und die Talkshows.

Laut Leierer hat sich das Festival mit seinen diversen Bühnen und der stilistische Mix bewährt. In dieser Hinsicht drängten sich keine Änderungen auf. Organisatorische Optimierungen wie etwa die Besucherführung würden selbstverständlich laufend geprüft.

SDA/wid

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