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«Dann muss der kleine Reinhard ins Bett»

«Verletzen und Häme – das ist etwas, das ich vermeiden will»: Reinhard Mey. Foto: Jim Rakete (Universal Music)

Sie haben gerade ein Buch mit all Ihren Liedtexten, 500 Songs, ­fertiggestellt. Macht Sie so ein ­Konvolut stolz?

Hat das immer funktioniert?

Warum gerade der 1. September?

Nun bereiten Sie Ihre Tournee im September vor. Was wird da gemacht?

Sie müssen Ihre eigenen Lieder lernen?

Macht Sie das nicht nervös?

Stimmt es, dass Sie immer Angst vor der Bühne hatten?

Beifall ist Ihnen schon wichtig?

Spielen Sie auch die Klassiker?

Auch «Gute Nacht, Freunde»?

Meinen Sie, dass irgendjemand noch weiss, dass Sie mal Frédérik Mey waren?

Ihre erste deutsche Platte schlug 1967 nicht gerade ein. Dafür war die zweite, die mit französischen Liedern von Frédérik Mey, ein ­Riesenerfolg. Haben die Franzosen Sie besser verstanden als die ­Deutschen?

Was eine Sensation war: Zum ersten Mal hatte ein Nicht-Franzose den Prix International de la Chanson Française bekommen.

Als 13-Jähriger sind Sie nach Paris zum Schüleraustausch gegangen. Wie ist man Ihnen, dem Deutschen, begegnet, elf Jahre nach ­Kriegsende?

Wie sehr haben Sie die französischen Chansonniers beeinflusst? Kam die Initialzündung, als Sie mit 13 in Paris waren?

Könnten Sie das auch über sich selbst sagen.

Kann man sich ­Menschenfreundlichkeit denn ­verordnen? Die hat man doch, oder man hat sie nicht, oder?

Diese Menschenfreundlichkeit führt ganz offenkundig dazu, dass in Ihren Texten, auch in der Kritik, immer eine Grundsympathie ­mitschwingt. Sie sind nie hämisch.

Man nimmt sich damit aber auch die Schärfe.

Sie können etwas, das nicht viele Menschen können. Sie können etwas vollkommen frei von Sarkasmus und Ironie positiv ausdrücken, weil Sie es so empfinden.

Jetzt haben Sie selbst die Sprache auf diesen Schicksalsschlag ­gebracht. Haben Sie mittlerweile gelernt, mit dem Tod Ihres Sohnes, nachdem er jahrelang im Wachkoma gelegen hatte, umzugehen?

Eines Ihrer Lieder heisst «Wenn ich betrunken bin». Da loben Sie den Alkohol. Das trauen sich nicht mehr viele.

Bekommen Sie zu diesem Lied viel Zuspruch?