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Das schwulste Album der Welt

Ein Werk von grosser, fast krankhafter Empfindsamkeit: Tocotronic singen auf ihrer neuen CD über die Liebe. Und sind zum Verlieben.

Hocherotische Ballaballa-Stimmung: Tocotronic spinnen auch auf ihrem neuen, namenlosen roten Album gehörig. Foto: Michael Petersohn
Hocherotische Ballaballa-Stimmung: Tocotronic spinnen auch auf ihrem neuen, namenlosen roten Album gehörig. Foto: Michael Petersohn

Die grösste Schwäche des neuen, elften Tocotronic-Albums ist gleichzeitig seine Stärke. Hört man das titellose Album – Tocotronic nennen es heiter «das rote Album» –, will man knutschen, bis man müde ist. Zwölf Stücke haben die Hamburger geschrieben. «Ich öffne mich», ein herrliches Manifest für die bedingungslose Körperlichkeit. Ein Kalimba (Daumenklavier) klimpert ein After-Hour-Rave um neun Uhr morgens in ­einer Stadt, in der Frühling ist und die jungen Menschen zum ersten Mal wieder Sonne auf ihrer vom Winter gebleichten Haut spüren. Und am meisten natürlich in ihrem Herzen.

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