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Das unpolitisch-politische Wettsingen

Beim Eurovision Song Contest stehen diese Woche Teilnehmer aus Russland und der Ukraine auf derselben Bühne. Wie viel Politik verträgt es zwischen Schlager, Glitzerkostümen und Windmaschinen?

Stehen trotz Buhrufen im Final: Die russischen Zwillinge Anastasia und Maria Tolmachevy während des Halbfinals in Kopenhagen. (6. Mai 2014)
Stehen trotz Buhrufen im Final: Die russischen Zwillinge Anastasia und Maria Tolmachevy während des Halbfinals in Kopenhagen. (6. Mai 2014)
AFP
Wird immer wieder nach der Situation in ihrer Heimat gefragt: Die ukrainische Sängerin Mariya Yaremchuk schafft es auch in die Hauptshow.
Wird immer wieder nach der Situation in ihrer Heimat gefragt: Die ukrainische Sängerin Mariya Yaremchuk schafft es auch in die Hauptshow.
Keystone
Unauffälliges Statement? Mariya Yaremchuk auf dem roten Teppich in Kopenhagen.
Unauffälliges Statement? Mariya Yaremchuk auf dem roten Teppich in Kopenhagen.
Keystone
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Der Zeremonienmeister betritt die Bühne. Er testet den Applaus. Dies sei der «fantastischste Austragungsort der ganzen Welt», ruft er in die Halle. Das Publikum bemüht sich nach Kräften zu klatschen, die Ränge sind ziemlich leer. Hier, auf der Insel Refshaleøen in Kopenhagen, jetzt auch Eurovision Island genannt, findet in dieser Woche der Eurovision Song Contest (ESC) statt. Zwei alte Werfthallen, schmuddelige Betonklötze. Drinnen wurde viel umgebaut, eine grosse High-Tech-Bühne errichtet. Das war teuer, teurer als geplant, und hat in Dänemark für viele Diskussionen gesorgt. Die sind vorerst vergessen, jetzt es geht nur noch um die Musik. Oder?

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