Zum Hauptinhalt springen

«Der Jazz wurde auf der Bühne geformt, nicht in einer Schule»

Der Jazzmusiker Werner «Wieni» Keller sagt, was ihn an Oldtime Jazz fasziniert. Vieles davon findet sich auf seinem neuen Album.

Ein absoluter Showman: Der von Werner Keller verehrte Louis Armstrong, hier bei einem Auftritt in Deutschland im Februar 1961. Foto: DPA, EPA, Keystone
Ein absoluter Showman: Der von Werner Keller verehrte Louis Armstrong, hier bei einem Auftritt in Deutschland im Februar 1961. Foto: DPA, EPA, Keystone

«Sparen wollen wir nicht», sagt Wieni Kellers Ehefrau und legt frische Guetsli in die Schale nach, die noch fast voll ist.Hochgefahren zu Kellers ist man im Lift, in den elften Stock eines der neuen Hochhäuser an der Europaallee beim Zürcher Hauptbahnhof, in die Pent­house-ähnliche Wohnung, die mit ihren breiten Fensterfronten wie in die Luft gebaut wirkt. Unten gleiten die Züge vorbei. Und in Bewegung ist auch Wieni Keller – auf einem neuen Album spielt er New-Orleans-Jazz, Swing, Blues: Stücke wie «St. James Infirmary», das Louis Armstrong einst aufnahm mit den Savoy Ballroom Five; «Moonglow», das Benny Goodman einst mit kristallklarem Klarinettenton verewigte; oder «Trouble in Mind», das einst Joe Turner sang.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.