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Der Pianist der fast lautlosen Erfindungen

Paul Bley, bedeutsamer Jazzer am Klavier und origineller Geist, ist 83-jährig gestorben.

Er brach das Konventionelle und dachte es ins kaum Gehörte weiter: Pianist Paul Bley. Foto: Fred Toulet (Leemage, Fotofinder)
Er brach das Konventionelle und dachte es ins kaum Gehörte weiter: Pianist Paul Bley. Foto: Fred Toulet (Leemage, Fotofinder)

Bei seinen späten Aufnahmen noch wirkte Paul Bley, der schon ein Altmeister war, derart wunderbar frisch, dass man einen ganz jungen, frechen und forschenden Musiker vor sich zu haben glaubte. So etwa auf dem Album «Solo in Mondsee» von 2007. Da war zwar ein behutsamer Klavierromantizismus zu hören, sanfte Moll-Dreiklänge waren diesem so innovativen Pianisten keinesfalls ein Gräuel. Aber alles Konventionelle wurde bei Bley dann doch überraschend gebrochen, ins kaum je Gehörte und durchaus Bizarre weitergedacht. Und man spürte als Hörer sogleich den unglaublich originellen Geist, der hier am Werk war.

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