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Der Punk Gottes

Sie glauben vielleicht nicht an den Herrn, aber bestimmt an den Gospel: Junge Popmusiker wie James Blake, Algiers oder Chance the Rapper entdecken die Kraft der geistlichen Musik.

«Was du brauchst ist ein vierstündiger Messtanz jeden Morgen»: Chance the Rapper mischt Gospel mit versextem Minimal-Funk. Foto: Roger Kisby (Getty Images)
«Was du brauchst ist ein vierstündiger Messtanz jeden Morgen»: Chance the Rapper mischt Gospel mit versextem Minimal-Funk. Foto: Roger Kisby (Getty Images)

Am Friedhof steht eine Gruppe von Sklaven und schmettert das Lied vom Fluss, der die Toten mitnimmt. Nur einer singt nicht, es ist Solomon Northup. 1841 hat man ihn, den freien, schwarzen Bürger von New York und Liebhaber des europäischen Geigenrepertoires, in den Süden nach Louisiana verschleppt und auf eine Baumwollplantage verkauft. Und jetzt sehen wir auf seinem Gesicht, wie sein Mund sich zu bewegen beginnt, wie er einstimmt in «Roll, Jordan, Roll». Wie sich der neue Sklave ergibt, ist eine der kühnsten Szenen in «12 Years A Slave», in dem Steve McQueen vor drei Jahren die verbürgte Geschichte von Northup für das Kino aufbereitete.

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