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Der Teufel war ihm auf den Versen

Vor 100 Jahren wurde der Bluesmann Robert Johnson geboren. Er starb jung, wurde schnell vergessen. Wie das neue Mastering seiner Songs belegt, war er ein Meister: als Sänger und Gitarrist.

Scheuer Charakter, charismatische Ausstrahlung: Robert Johnson in den frühen 30er-Jahren.
Scheuer Charakter, charismatische Ausstrahlung: Robert Johnson in den frühen 30er-Jahren.
Keystone

Dann macht er seinen zweiten Fehler: Er trinkt aus einer angebrochenen Whiskyflasche. Zuvor hat Robert mit einer Frau angebandelt. Ihr Mann, der Wirt, hat das gesehen: Das war Roberts erster Fehler.

Aber das Anbandeln fällt ihm leicht, denn noch viel mehr als den Whisky liebt er die Frauen. Und noch viel mehr als ihre Männer lieben sie ihn, den schönen Vagabunden mit der Gitarre, die er mit seinen langen Fingern spielt, und mit der Stimme, die locken, drohen, flehen, schreien und stöhnen kann. Und dabei von der Liebe erzählt, der Einsamkeit, der kahlen Strasse, dem Sonnenuntergang über der Weggabelung, dem roten Licht des abfahrenden Zugs, dem Regen, den Nächten, dem Jüngsten Tag.

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