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Roger Waters, der Weltuntergänger

Start zur letzten Europatournee, die den Ex-Pink-Floyd-Musiker auch nach Zürich führt. Begegnung mit einem entspannten Pessimisten.

Jean-Martin Büttner, Barcelona
Früher hasste er grosse Konzerte, inzwischen geniesst er sie: Roger Waters im Juni 2017 in Sacramento, Kalifornien. Foto: Scott Dudelson (Getty Images)
Früher hasste er grosse Konzerte, inzwischen geniesst er sie: Roger Waters im Juni 2017 in Sacramento, Kalifornien. Foto: Scott Dudelson (Getty Images)

Das ganze Interview mit Roger Waters in englischer Version lesen Sie hier.

Und plötzlich steht er da, ein hagerer Mann in Jeans und T-Shirt, schwarz wie immer bei ihm. Er trägt sein graues Haar lang, das gut geschnittene Gesicht ist braun gebrannt, die Falten stehen ihm gut, die Bartstoppeln sehen verwegen aus. Roger Waters gilt als schwierig, unnachgiebig, ausfällig, nachtragend, besserwisserisch, misanthropisch sowieso: ein brillanter Tyrann. Im Gespräch wirkt er gelöst, geradezu heiter. Es kommt immer wieder vor, dass er lacht. Dann wieder tönt Zorn an oder Sorge. Er flucht, wenn er über Politiker spricht, «they don’t fucking care». Seine hypnotische Stimme klingt noch dunkler als sonst. Sein Blick aus hellen Augen signalisiert Intelligenz und Autorität. Man möchte mit ihm keinen Krach bekommen.

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