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«Die aktuelle Popmusik verströmt den Geruch der Verzweiflung»

Der Mann aus der Wüste: Josh Homme während einer Show seiner Band Queens of the Stone Age in Australien. Bild: Getty

Sie sind in der kalifornischen Stadt Palm Desert in Riverside County aufgewachsen, geographisch besteht die Region fast ausschliesslich aus Wüste. Was sagen Sie denen, die ihnen mit Wüstenromantik kommen?

Vor ein paar Jahren haben Sie auch die Arctic Monkeys mit ins Studio in der Mojave Wüste genommen und so eine der besten jungen britischen Gitarrenbands in eine exzellente amerikanische Gitarrenband verwandelt. War daran auch die Wüste schuld?

Das Album, das sie mit Iggy Pop aufgenommen haben, heisst "Post-Pop-Depression. Was ist das eigentlich - und ist man auch in der Wüste nicht vor ihr sicher?

Aber finden Sie nicht auch, dass die wirklich innovative Popmusik heute nicht mehr aus dem Rock kommt, sondern in Hip-Hop und R'n'B entsteht?

Naja, kommen Sie, Rock hatte doch wirklich schon einmal bessere Zeiten, oder nicht?

Viele Interviews mit Ihnen enden damit, dass Sie von Ihrem Schwanengesang erzählen oder dem Wunsch, die Bühne mit einem grossen Knall zu verlassen. Denken Sie oft an das Ende?

Der intensivste Moment der Doku ist diese Szene nach dem Konzert in der Londoner Royal Albert Hall, in der Sie realisieren, dass Ihre gemeinsame Zeit mit Iggy und der Band bald vorbei sein wird.