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Die besten Songs 2018 - Teil 6

Wir haben auf der ganzen Welt nach Liedern gefahndet, die das Jahr überdauern könnten. Das Spektrum reicht in diesem Jahr von schwerblütigen Chanson-Duetten über ägyptischen New Wave oder Funk aus Mozambique, bis zum Blues aus La Réunion und Soul aus einem dänischen Schlafzimmer.

Ein freudiges Wiederhören gabs mit der ehemaligen Moloko-Sängerin Roisin Murphy.
Ein freudiges Wiederhören gabs mit der ehemaligen Moloko-Sängerin Roisin Murphy.
zvg

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Balthazar: «Entertainment» Eigentlich haben wir die Soloprojekte der beiden Sänger von Balthazar (Warhaus und J. Bernardt) derart zu schätzen gelernt, dass wir von den ersten veröffentlichten Stücken des gemeinsamen Albums fast ein bisschen enttäuscht sind. Trotzdem ist das immer noch schön abgetakelter Glam-Pop.

Little Simz: «Boss» Simbi Ajikawo heisst diese erfreuliche und zornige Sperchgesangsdame aus Nordengland mit bürgerlichem Namen. Ihr Durchbruch ist nur eine Frage der Zeit, die Gorillaz haben sie bereits als Gastsängerin engagiert und Jay-Z und Kendrick Lamar überhäufen sie mit Lobpreisungen.

Mayra Andrade: «Afeto» Auf den kapverdischen Inseln scheint sich im Jahr sieben nach dem Tod von Cesaria Evora gerade eine Tendenz zum Elektronischen abzuzeichnen. Lura hat ihr neues Album (recht billig) elektronisch aufgeladen, Mayra Andrade tut es ihr – bedeutend geschmackvoller – gleich.

Unknown Mortal Orchestra: «Hanoi 6» Nun scheint der Jazz also endgültig in der Indieszene angekommen zu sein. Die stilbildende Band aus Portland hat uns diesen bewusstseinserweiternden 10-Minüter geschenkt. Mitsamt eines nicht enden wollenden Free-Jazz-Saxofonsolos, das sich langsam und bedrohlich in Richtung Hysterie und Ekstase steigert. Wundertoll.

X-Wife: «Coconuts» Zusammen mit dem Unknown Mortal Orchestra auf einem Fifa-Game-Soundtrack erschienen ist diese Gruppe aus Porto. «Coconuts» ist eine abenteuerliche Mengung aus Disco, Indierock und lateineuropäischem Revoluzzertum.

Daxuva (feat. Nina Miranda): «Exist» Eine Auffälligkeit im Musikjahr 2018 war, dass der totgeglaubte Trip-Hop wieder Lebenszeichen von sich gab. In diesem Stück des portugiesischen Produzenten Daxuva gibts ein Wiederhören mit der Sängerin Nina Miranda, die mit ihrer Band Smoke City und dem Song «Underwater Love» in den Neunzigern den wohl wunderbarsten Sommerhit aller Zeiten geschaffen hat.

Matto Rules: «Elevator» Einen der schönsten Refrains des Jahres 2018 hat uns diese Gruppe aus Bern geschenkt. New-Wave-Pop der angenehmsten Sorte.

Malphino: «The Sleep Tree» Ja, es war ein heisser und langer Sommer. Da kam diese temperament-gedrosselte Science-Fiction-Cumbia der Londoner Gruppe Malphino gerade recht. Sie kommt mit wenig aus: einer bejahrten Orgel, einer Spaghettiwesterngitarre, und einem Frauenchor, der sich jedoch bald wieder in den Schatten zurückzieht.

DJ Koze & Roisin Murphy: «Illumination» Ebenfalls ohne grosse Temperamentsaufwallungen kommt dieser schwüle Tanzboden-Track von DJ Koze und der ehemaligen Moloko-Sängerin Roisin Murphy aus. Mattiel: «Count Your Blessings» Natürlich war auch 2018 ein Jahr, in dem man mit Retro-Vintage-Rock-Mucke punkten konnte. Niemand hat das so schön gemacht wie diese Frau aus Atlanta.

Daughters: «Guest House» Und dann war da ja noch der Punk. Mit Bands wie den Idles oder Dead Cross (dem neuen Projekt von Mike Patton) gewann die Widerstandsmusik im auslaufenden Jahr wieder an Relevanz, Zorn und Dringlichkeit. Eine der Post-Punk-Entdeckungen des Jahres waren die fuchtigen Daughters aus Rhode Island. Musik im absoluten Ausnahmezustand.

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