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Die Gorillaz-Leinwandhelden überzeugen auch live

Popkonzerte der Gegenwart sind oft monoton: Der Künstler kommt heraus, leiert seine Lieder herunter. Der Auftritt der Cartoonband Gorillaz um Blur-Frontmann Damon Albarn in London ist dagegen ein Ereignis.

Zum ersten Mal seit vier Jahren trat die Band am Donnerstag wieder live auf. Der Andrang auf die Konzerttickets im Vorfeld war enorm. Dabei besteht die Band aus Cartoon-Charakteren: Es gibt sie nur in der zweidimensionalen Welt. Auf der Bühne werden sie von wechselnden Musikern verkörpert. So kommt die Frage auf, was im Pop echt ist.

In Matrosenanzügen bedienen die Gorillaz am Donnerstag vor leuchtenden, mannshohen Buchstaben zwei Schlagzeuge, drei Keyboards, sechs Geigen, Cello, Kontrabass, Bass-, Elektro- und Akustik- Gitarre. Beiläufig tauchen Gaststars wie Neneh Cherry und Mos Def auf der Bühne im Londoner Roundhouse auf. Über ihren Köpfen, auf bühnenbreiter Leinwand, flimmern Videos, Animationen und Comic-Zeichnungen. Den Abend eröffnet auf der Leinwand ein Flug zu einer fiktiven Insel, die wie ein Pilz aus dem Meer ragt. Dazu schwenkt Albarn eine weisse Fahne.

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