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Die Königin der falschen Töne

Gleich zwei grossartige Filme widmen sich Florence Foster Jenkins, der schlechtesten Sängerin aller Zeiten. Meryl Streep und Joyce DiDonato geben alles, um ihr gerecht zu werden.

Das Original ist nicht zu toppen. So katzfalsch, so ganz und gar unrhythmisch, mit so viel Grandezza und so wenig Talent sang nur eine: die unvergleichliche Florence Foster Jenkins (1868–1944). Lange durfte sie nicht, ihr Vater, ein Industrieller aus Pennsylvania, drohte ihr mit Enterbung. Aber irgendwann war er tot, das Erbe kassiert, und die Tochter stürmte Bühnen und Aufnahmestudios – zum Vergnügen der Zeitgenossen und der Nachwelt. Man kann ihre Aufnahmen hören, so oft man will: Sobald sie als Königin der Nacht nach den hohen Tönen japst, die sie dann doch nicht ­erwischt, muss man wieder lachen.

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