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Ein König zieht in die Ferne

Vor zwanzig Jahren erfand Thomas Bollinger alias E.K.R. den Mundart-Rap. Nun wendet er sich mit einem neuen Album dem Reggae zu.

Dass auch er alt wird, hat Bollinger längst bemerkt. Und zwar schon vor Jahren, da hatte er noch nicht mal die grauen Stoppel, die ihm heute aus dem Kiefer spriessen. Seine beiden Mädchen kamen heim aus der Schule und riefen: «Papi! Auf dem Pausenplatz hören sie deine Songs!»

Thomas Bollinger schüttelt den Kopf und lacht. Er sitzt vor einer etwas tristen Beiz in Oerlikon. Er trägt eine grünbraune Militärjacke, hat Furchen von hundert Partys im Gesicht, Schatten um die Augen und die Zähne eines deftigen Rauchers. Bollinger ist ein Rap-Veteran und hat Geschichte geschrieben. Er gehörte in den 80ern zu den ersten Hip-Hop-DJs, den ersten Breakdancern und ersten Sprayern den Landes. Anfang der 90er war er in New York mittendrin und sog den boomenden Rap in sich auf.

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