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Eine Hommage an den alten Blues

Bei seinem Zürcher Konzert hat Eric Clapton die Denkmäler seiner Jugend besichtigt.

Nach vier Jahren trat Eric Clapton wieder im Zürcher Hallenstadion auf.
Nach vier Jahren trat Eric Clapton wieder im Zürcher Hallenstadion auf.
Keystone
Der 63-jährige Stargitarrist zeigte, dass er sich, je älter er wird, umso mehr dem Blues zuwendet.
Der 63-jährige Stargitarrist zeigte, dass er sich, je älter er wird, umso mehr dem Blues zuwendet.
Keystone
Das Zürcher Konzert von Eric Clapton war letztlich auch eine Hommage an sich selber.
Das Zürcher Konzert von Eric Clapton war letztlich auch eine Hommage an sich selber.
Keystone
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Er war einer der grössten Rockgitarristen der Sechzigerjahre, aber je später es wird in Eric Claptons langer Karriere, umso mehr wendet er sich dem Blues zu. Seiner Quelle, der Quelle überhaupt.

Als der Stargitarrist vor vier Jahren zum letzten Mal in Zürich spielte, stellte er sein Album «Me And Mr. Johnson» vor, eine Hommage an den 1938 verstorbenen Bluessänger Robert Johnson. Und auch am Mittwochabend, als er mit seiner Band ins fast ausverkaufte Hallenstadion zurückkehrte, hatte er den Blues im Sinn. Den schnellen, schreienden Gitarrenblues, sehr wohl.

Ohne aktuelles Album

Es war, als besichtige Eric Clapton noch einmal die Denkmäler seiner Jugend: Mit Willie Dixons «Hoochie Coochie Man» und Freddie Kings «Key To The Highway» steigerte sich die potente Band - mit Doyle Bramhall II an der zweiten Gitarre - schon früh im Konzert in einen ruppigen, elektrischen Blues.

Der Applaus: bereits gross. Später lupfte der 63-Jährige die Saiten vor den Toten, vor Robert Johnson, Curtis Mayfield, George Harrison und dem kürzlich verstorbenen Bo Diddley. Und da es kein aktuelles Album gibt, das Eric Clapton zu bewerben hätte, konnte er an diesem Abend getrost in der Vergangenheit verweilen: Von seinen jüngeren, eher mittelmässigen CDs spielte er zwei, drei Bluesstandards, nicht aber seine eigenen Songs.

Auch eine Hommage an sich selber

Umso mehr Zeit blieb Eric Clapton, mit gleich fünf Songs sein bestes Album zu vergegenwärtigen: «Layla and Other Assorted Love Songs», das er 1970 mit seiner damaligen Band Derek and the Dominos aufnahm. «Why Does Love Got To Be So Sad» war kraftvoll und elegant, wenn auch zu lang; «Nobody Knows You When You're Down And Out» kam in einer hübschen akustischen Kaffeehausvariante.

Es war dies eine schöne Hommage an einen Überlebenden. An sich selber.

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