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Gipfeli, Kafi, Ecstasy

Mit dem Oxa schliesst der legendärste und bedeutendste Technoclub der Schweiz. Eine Erinnerung an Nächte, in denen einem die Transzendenz auf die Schultern klopfte.

Manchmal, wenn alles stimmte, wenn Musik, Publikum und die nötigen Neurotransmitter in Schuss gebracht waren, wenn aus Fremden Freunde wurden und auch das letzte bisschen Alltag vergessen ging, war das Oxa mehr als ein Tanztempel. Es war ein Ort, wo die Zeit an Bedeutung verlor, weil man in diesem Augenblick nirgends anders sein wollte und sich auch nicht vorstellen konnte, irgendwann wieder irgendwo anders zu sein.

Das war in den 90ern, als das Oxa noch internationale Ausstrahlung besass, unzählige Autos mit ausländischen Kennzeichen vor dem Club zeugten davon. Damals war das Oxa ein klassischer Club-Schmelztiegel, vor allem die After Hour, wo sämtliche demografische Schranken runtergerissen wurden. Schwule, Heteros, Städter, Agglos, Transvestiten, Banker und Studenten, alle vereint im grossen Bumm-Bumm. Vorbild war das Space auf Ibiza, die wohl berühmteste After Hour der Welt. Und mancher stellte sich so wohl die hedonistischen Nächte im New Yorker Studio 54 vor. Zumal das Oxa zu dieser Zeit auch musikalisch auf der Höhe der Zeit war. Die neusten Platten wurden in Oerlikon gedreht, Star-DJs wie Sven Väth traten spontan und gratis auf.

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