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«Nirgends ist die Musik so frei wie in der Neuen Volksmusik»

Je freier die Volksmusik ist, umso mehr nähern sich ihre jungen Interpreten wieder den Traditionen an. Und das ganz ungeniert. Beobachtungen vom Festival Alpentöne in Altdorf.

Nur noch ein Rest Beton hält das Haus der Volksmusik: Die Wiener Choralschola singt auf dem Klangspaziergang des Festivals Alpentöne. Foto: Christoph Fellmann
Nur noch ein Rest Beton hält das Haus der Volksmusik: Die Wiener Choralschola singt auf dem Klangspaziergang des Festivals Alpentöne. Foto: Christoph Fellmann

Manchmal ist so ein Berg auch einfach nur ein Arsch. Und davon handelt dieses Stück, «Ransom» – davon nämlich, auf einen Gipfel zuzumarschieren, der sich immer weiter zu entfernen scheint, und von der Erlösung, die den schlecht trainierten Wanderer oben auf dem renitenten Gipfel schliesslich ereilt. Die Musik, eben noch steil synkopiert, kreist jetzt selig, wenn auch etwas angedümpelt von der Anstrengung, über einem Ringelmotiv der Geige, und bald hebt auch der Gesang an, ein verwehter, hoch im Himmel hängender Jodel.

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