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Heimweh nach Schlager und Folkore

Die zehnten Swiss Music Awards standen im Zeichen der volkstümlichen Musik.

Emotionen pur: Die Video-Highlights der Swiss Music Awards. (Video: Alice Grosjean und Lea Blum; Tages-Anzeiger in Kooperation mit 20 Minuten)

Die Schweiz hat ein hervorragendes Musikjahr hinter sich. 2016 machten nach Ansicht vieler Kritiker besonders Vertreter der Sparten Mundartrap und Indiepop eine riesigen Sprung in Sachen Eigenständigkeit und Vielseitigkeit.

An den Swiss Music Awards, dem grossen Branchenanlass, der dieses Jahr zum zehnten Mal ausgetragen wurde, spielten diese Sparten allerdings keine Rolle. In den insgesamt l1 Kategorien überwog das Volkstümliche: Der Brienzer Trauffer gewann in den Kategorien Best Male Solo Act und Best Album, die Gruppe Schluneggers Heimweh in den Kategorien Best Breaking Act und Best Group. Ein voller Erfolg für die Folklore und das Volkstümliche – zumal auch Beatrice Egli in der Kategorie Best Female Solo Act zu einer Ehrung kam.

Dabu Fantastic gewinnt einen Award in der Kategorie «Best Hit» bei den Swiss Music Awards im Zürcher Hallenstadion (10. Februar 2017)
Dabu Fantastic gewinnt einen Award in der Kategorie «Best Hit» bei den Swiss Music Awards im Zürcher Hallenstadion (10. Februar 2017)
Ennio Leanza, Keystone
Die Gewinner performen den prämierten Song.
Die Gewinner performen den prämierten Song.
Ennio Leanza, Keystone
«Alpentainer» Trauffer nimmt den Pflasterstein für das beste Schweizer Album entgegen.
«Alpentainer» Trauffer nimmt den Pflasterstein für das beste Schweizer Album entgegen.
Ennio Leanza, Keystone
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Dabei hatte Trauffer noch in einem Einspieler zu Beginn der gigantisch aufgeblasenen Fernsehshow in einem Einspieler geäussert: «Ich bin der Einzige, der sich nicht beschweren darf.» Er habe ein hervorragendes Jahr hinter sich – und daher eigentlich gar keine Preise nötig.

Durch den Abend führten Radiomoderator Stefan Büsser und Alexandra Maurer. Ersterer überzeugte immer wieder mit der Qualität, spontan vom Protokoll abzuweichen und auf das Geschehene einzugehen. So etwa, als Preisträgerin Beatrice Egli, sehr bewegt durch ihren Sieg in der Kategorie Best Female Solo Act, auf dem Weg zur Bühne fast den Boden küsste und er dies mit einem «Schön, hast du es auf die Bühne geschafft», aufzufangen wusste.

Eglis Laudatio war dann auch eine der persönlichsten an diesem Abend, an dem viel Musik zu hören war, der man die persönliche Note nicht unbedingt anhörte und oft auf internationales Radioformat schielte. In den letzten zwei Jahren sei viel passiert in der Schweizer Musikbranche, meinte sie. «Es ist sehr schön, endlich Anerkennung zu erfahren für Musik, die vielleicht nicht jedem gefällt.» Zumindest jedem in der Halle schien jener Song zu gefallen, der per Publikumsvoting zum «Best Hit» erkoren wurde: «Angelina» des Zürcher Duos Dabu Fantastic. Sie beschlossen den Abend mit einer Livedarbietung ebendieses Hits und dem Statement: «Mier händ huere vill Liebi z’gäh. Höred uf mit däm Hass!»

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