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Ice-T lacht über Ungarns Medienrat

Die neuen Medienwächter in Budapest haben eine Untersuchung gegen den kleinen Privatsender Tilos eingeleitet. Der betroffene Rapper Ice-T aus den USA reagierte mit Humor.

Die Behörde habe beanstandet, dass der Song «Warning, it's on» im September am frühen Abend gesendet worden sei, berichtete der Radiosender Tilos auf seiner Webseite. Da der Titel «die Entwicklung Minderjähriger auf negative Weise beeinflussen» könne, hätte er erst nach 21 Uhr gespielt werden dürfen.

Der Sender verteidigte sich, dass er kaum Zuhörer unter 16 Jahre habe und selbst diejenigen, die des Englischen mächtig seien, die Sprache des Rappers wohl kaum verstünden. Musiker Ice-T machte sich im Internet-Kurzbotschaftendienst Twitter über den Vorgang lustig: «Ich liebe es! Die Welt fürchtet mich noch. Hahaha!»

Das ungarische Parlament hatte das neue Gesetz vor Weihnachten verabschiedet. Staatspräsident Pál Schmitt unterzeichnete es in der vergangenen Woche. Es besiegelt die Einrichtung eines sogenannten Medienrats, dem mehrere Mitglieder der Regierungspartei angehören. Das Gremium kann Rundfunkbetriebe, Zeitungen und Zeitschriften, deren Berichte als «nicht politisch ausgewogen» erachtet werden, mit hohen Geldbussen belegen.

AFP/raa

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