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«Ich bin offen für Unfälle»

Brian Eno, der einflussreiche englische Musiker und Produzent, präsentiert in Genf eine Klanginstallation über die Titanic und den Ersten Weltkrieg. Begegnung mit einem Vielfältigen.

Von Jean-Martin Büttner, Genf
«Der Zufall ist eine grosse Hilfe, wenn du nicht weisst, was du tust», sagt Brian Eno. Foto: Dan Burn-Forti (Getty Images)
«Der Zufall ist eine grosse Hilfe, wenn du nicht weisst, was du tust», sagt Brian Eno. Foto: Dan Burn-Forti (Getty Images)

Er sei ein Nicht-Musiker, sagt er von sich, der in den Sechzigerjahren die Kunstschule von Ipswich im Suffolk besuchte, sich unter Anleitung des Kybernetikers Roy Ascott in minimalistischer Malerei und experimenteller Musik ausbilden liess – «und dann tat, was alle taten, die in einer englischen Kunstschule waren: Ich schloss mich einer Band an». Sie hiess Roxy Music. Brian Eno dilettierte am Synthesizer und experimentierte mit Mischpulten und Tonbandgeräten. Nach drei Jahren verliess er die Band wieder; die Konzerte langweilten ihn, die Konflikte mit Sänger Bryan Ferry über die musikalische Ausrichtung ödeten ihn an. Ausserdem hatte er, der Nicht-Musiker, sein wahres Instrument entdeckt: das Aufnahmestudio.

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