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Jamiroquai überrascht mit Leidenschaft

Die britische Funkband musiziert gegen Religion und für bedrohte Tierarten. Heute Dienstag tritt sie in Zürich auf.

Bei allem Respekt für das stupende Handwerk, mit dem sie ihren Welterfolg errungen hat: Seit dem Debütalbum «Emergency on Planet Earth» (1993) war man von der britischen Funkband Jamiroquai nie mehr restlos begeistert. Das hat mit der Geschwindigkeit zu tun, mit der ihr Sänger und Kopf Jay Kay das vordergründige Ökobewusstsein des Einstands hinter sich liess und sich als Autofetischist und Raser entpuppte. Sein Wechsel auf die Überholspur fühlte sich wie ein Vertrauensbruch an. Und dazu kam die zunehmende Gleichförmigkeit der Musik von Jamiroquai. Als ginge es Kay vor allem darum, ein massentaugliches Markenzeichen zu etablieren, sanierte er seine Party-Grooves so gründlich, dass sie immer weniger nach erlebtem Spass und immer mehr nach Schichtarbeit klangen.

Auf dem neuen Album «Rock Dust Light Star», das Jamiroquai heute im Kaufleuten vorstellen, sind nicht alle Probleme bereinigt, und doch ist vieles besser. Zum ersten Mal seit «Emergency On Planet Earth» spielt die Band so locker und doch engagiert, als stünde sie geschlossen im Aufnahmeraum. Kay öffnet den Stilfächer weit, um Rockriffs und Wohlklang à la Paul McCartney mitnehmen zu können.

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