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«Man darf nicht zu sehr mitfühlen»

Matthias Goerne singt in Zürich den traurigsten Liederzyklus der Musikgeschichte: Die «Kindertotenlieder» nach Gedichten von Friedrich Rückert, der zwei Kinder verloren hatte.

Mahlers Zyklus endet mit der Einsicht, dass die Kleinen es dort, wie sie jetzt sind, auch gut haben: Kindergräber auf einem Friedhof in Köln. Foto: Theodor Barth (Laif)
Mahlers Zyklus endet mit der Einsicht, dass die Kleinen es dort, wie sie jetzt sind, auch gut haben: Kindergräber auf einem Friedhof in Köln. Foto: Theodor Barth (Laif)

Wie übersteht man als Sänger die «Kindertotenlieder»?

Genau so wie das Publikum. Es ist ja nicht die eigene Geschichte, um die es hier geht. Und ich habe in Konzerten immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Leute sehr berührt sind, auch sehr konzentriert zuhören; aber ab einem gewissen Punkt gehen sie auf Distanz zu dem Stück. Man will dieses Thema nicht zu nahe an sich herankommen lassen.

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