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Mit der Gewalt der Geigen

Lana Del Rey hat ein Album über die Liebe gemacht – und nennt es «Ultraviolence». Dass das kein Widerspruch ist, beweist sie mit elf Songs, die alles einlösen, was man sich je von dieser Sängerin versprochen hat.

Das Feuer ist zurück in ihrem Leben: Lana Del Rey besingt auf ihrem zweiten Album grandios die Liebe.
Das Feuer ist zurück in ihrem Leben: Lana Del Rey besingt auf ihrem zweiten Album grandios die Liebe.
Neil Krug
Die Southern Belle ist mit neuem Material zurück: Lana Del Rey während eines Auftritts in Kalifornien im April 2014.
Die Southern Belle ist mit neuem Material zurück: Lana Del Rey während eines Auftritts in Kalifornien im April 2014.
Keystone
Geschürzte Lippen, Silberblick und schwere Gesangsseufzer: Del Reys erstes Album, «Born to Die».
Geschürzte Lippen, Silberblick und schwere Gesangsseufzer: Del Reys erstes Album, «Born to Die».
Keystone
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Es ist nicht so, dass sie Schlange stehen, die Männer. Da ist zwar diese lange Schöne im weissen Shirt, Lana Del Rey, die Lippen gereckt, das Haar offen. Doch die Männer, die ziehen einfach auf, als wären sie das Wetter, und verdunsten wieder, manchmal mitten im Song. Der «blue boy» zum Beispiel aus «West ­Coast», dem ersten Videoclip zum neuen ­Album: Eben tanzte er noch mit Lana am Pazifischen Ozean, umarmte sie und liess seine blonden Haare auf ihre Schultern fallen. Schon im Refrain ist er verschwunden, und die Hauptdarstellerin sitzt mit dem «sweet boy» im Fond einer Limousine und insistiert: «I’m in love.» noch mal: «I’m in love.» Da ist noch ein dritter Boy im Video, für ihn hat es nicht zu einem Adjektiv gereicht.

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