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Mit Pop an unserer Seite

M.I.A. choreografiert Flüchtlinge, Antony erwärmt das Klima im Club, und Kate Tempest ruft schon mal den Aufstand aus: Drei spektakuläre neue Songs schliessen das politischste Popjahr seit langem ab.

Christoph Fellmann

Diese Ungeduld ist ein Versprechen. Irgendwann im nächsten Jahr soll ein neues Album von Kate Tempest erscheinen, der 29-jährigen Rapperin aus dem Süden von London. Doch dieses eine Stück duldete offenbar keinen Aufschub, es musste raus. Und so klingen sie auch, die 153 Zeilen oder 823 Wörter von «Europe Is Lost», wie ein Affekt. Man hört das Keuchen einer Indiegitarre, das Pumpen eines Grooves, und darüber schüttet sich in viereinhalb Minuten eine junge Frau über die Welt aus, in einer hastig schnappenden, dringenden Wortgewalt, die an die Sex Pistols oder an Public Enemy denken lässt.

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