Zum Hauptinhalt springen

Play/Listen: Sprachbegabte Songs

Diese Woche suchen wir zwei-, drei- oder gar vielsprachige Lieder. Der beste Vorschlag wird prämiert.

Können Sie ohne Anglizismen nicht leben? Genügt Ihnen manchmal eine Sprache nicht, um sich auszudrücken? Alles halb so schlimm. Denn: Auch in der Musik weicht man hin und wieder auf andere Sprachen aus, um das zu vermitteln, was man eigentlich sagen will. Und: Es funktioniert.

Frontsänger Marco Michael von der österreichischen Band Wanda singt in «Bologna» von seiner Tante Ceccarelli, die in Italien nicht Liebe gemacht hat, nein, sondern «Amore». Ob ihm der deutsche Ausdruck zu bedeutungsschwanger war oder sich der italienische schlichtweg besser ins Mikrofon schreien liess, ist unklar. Fest steht: Der Song wurde ein Hit.

Auch Leonard Cohen hantiert in «The Partisan» mit zwei Sprachen. Der Chansonnier singt auf Englisch und Französisch – und macht die Résistance-Melodie weltberühmt.

Bilinguale und polyglotte Songs

Der französische Sänger Manu Chao spricht neben seiner Muttersprache auch Spanisch, Englisch, Galicisch, Arabisch und Portugiesisch. Für seinen Hit «Me gustas tu» entschied er sich für einen französischen Refrain und spanische Strophen. Der Song wurde zum Riesenerfolg.

Das Frankfurter Hip-Hop-Duo Celo & Abdi liess sprachliche Einflüsse seiner bosnischen und marokkanischen Abstammung in seine Musik fliessen. Für den Ausdruck Kumpel findet man in den Raps von Celo & Abdi unzählige Ausdrücke: Bratko (Slawisch für Bruder), Azzlack (ein Neologismus, der sich aus den Wörtern asozial und Kanake zusammensetzt), Dadash (Persisch für Bruder), Chabo (Rumänisch für Junge) oder Babo (Bosnisch für Boss). Ihren Gangster-Rap kann man «wie radikalavantgardistische deutsche Literatur lesen», schreibt Moritz von Uslar in der «Zeit».

Die Liste liesse sich noch um viele bilinguale oder gar polyglotte Songs ergänzen, aber...

...nun sind Sie an der Reihe! Welche vielsprachigen Songs kennen Sie? Der überzeugendste Vorschlag gewinnt einen Premium-Account von Spotify.

–––

Gewinner der letzten Woche (Thema: Kaffee) ist M. Wedding. Er/Sie schlug «Englishman in New York» von Sting vor. Mit der Begründung: «I dont drink coffee I take tea my dear / Be yourself no matter what they say. The English Man in New York, der macht sein Ding – mit oder ohne Kaffee.»

Gratulation! Der Gewinner melde sich unter kultur@newsnet.ch.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch