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Schweizer Jugend übt

Wer die Musik zum Beruf machen will, hat einen steilen Weg vor sich. Die internationale Konkurrenz ist gross. Das neue Precollege an der Zürcher Hochschule der Künste leistet Starthilfe.

«Hier sind wir plötzlich viele, die intensiv Musik machen»: Das motiviert die Geigerin Miriam Brang. Foto: Doris Fanconi
«Hier sind wir plötzlich viele, die intensiv Musik machen»: Das motiviert die Geigerin Miriam Brang. Foto: Doris Fanconi

So stellt man sich das Leben eines Jungtalents vor: Wochenlang hat die junge Geigerin Maurice Ravels höllisch virtuose «Tzigane» geübt, nun steht sie im Zürcher Toni-Areal auf der Probebühne vor dem Orchester und spielt farbig, feurig, frisch. Das ­Konzert kann kommen. Applaus ist garantiert.

Aber Moment, da war doch noch was. Genau: Die junge Geigerin ist nur eines von 35 Musiktalenten auf dieser Bühne. Die übrigen 34 sitzen um sie herum hinter den Orchesterpulten und sind zwar anders, aber ebenso intensiv gefordert. Das Schaulaufen müssen sie auf andere Gelegenheiten verschieben, vorerst ist unspektakuläre Detailarbeit angesagt. Es hapert mit der Intonation, also lässt der Dirigent kurze Akkorde so lange aushalten, bis sie stimmen: «Ihr findet euch erst nach etwa fünf Sekunden, aber ihr habt höchstens eine Zehntelsekunde Zeit!» Also noch einmal, bitte. Und noch einmal.

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