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Soul-Legende Ben E. King ist tot

Mit «Stand by Me» wurde er weltberühmt. Nun ist der Sänger Ben E. King im Alter von 76 Jahren gestorben.

Startete seine Solokarriere Ende der 50er: Ben E. King auf einem Bild von 2011.
Startete seine Solokarriere Ende der 50er: Ben E. King auf einem Bild von 2011.
Keystone

Erst vor zwei Wochen starb der Soulstar Percy Sledge - jetzt folgt ihm Ben E. King. Geboren im amerikanischen Süden, sang King als Kind im Kirchenchor. Vor allem ein Lied machte ihn berühmt: «Stand by Me».

Ben E. King starb im Alter von 76 Jahren am Donnerstag in New Jersey. Das bestätigte sein Agent Phil Brown am Freitag der britischen Nachrichtenagentur PA. «Er wird stärker vermisst werden, als Worte sagen können», kommentierte Kings Kollege Gary U.S. Bonds den Tod.

«Extrem schweren Herzens muss ich Abschied nehmen von einer der süssesten, sanftesten und talentiertesten Seelen, die ich das Privileg hatte zu kennen und 50 Jahre lang meinen Freund zu nennen», schrieb Bonds auf Facebook. Noch 2013 stand King auf der Bühne und tourte durch Grossbritannien.

Der 1938 in Henderson, North Carolina, als Benjamin Earl Nelson geborene King sang zunächst als Kind im Kirchenchor. Schon früh zog seine Familie in das Schwarzen-Ghetto Harlem in New York. Zunächst wurde King in den 50er Jahren als Sänger der Band The Drifters bekannt. Bekannte Songs von King mit den Drifters waren «There goes my Baby» (1959) und «Save the last Dance for me» (1960). Doch Streit um die Gage liess die Gruppe auseinanderbrechen.

Nationales Kulturerbe

King startete daraufhin eine Solokarriere, sein erster Solo-Erfolg war 1961 der vielfach gecoverte «Spanish Harlem». Im selben Jahr landete er den Hit seines Lebens: «Stand by Me», komponiert zusammen mit Jerry Leiber und Mike Stoller. Der Song wurde unzählige Male variiert, unter anderem von John Lennon, Otis Redding und Cher. Adriano Celentano sang ihn auf Italienisch.

Vielen Menschen ist das Lied bekannt als Titelsong des Kinofilms «Stand by Me» von 1986. Mit dem Kinostart des Abenteuerfilms, in dem River Phoenix, John Cusack and Kiefer Sutherland auftraten, wurde das Lied Jahrzehnte nach Erstveröffentlichung erneut zum Chart-Erfolg.

Vor kurzem nahm die US-Kongressbibliothek das Lied in ihr Verzeichnis «Amerikanischer Schätze» der Musik auf und würdigte dabei besonders Kings «glühende Stimme», die den Song zum Klassiker gemacht habe.

Kings letztes Studio-Album kam 2006 raus. Im selben Jahr sang er am Montreux Jazz Festival.

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